“Klar bin ich eine Ostfrau” – Frauen erzählen aus ihrem Leben

ostfrauNa dann, also noch ein Buch mit Lebensgeschichten. Frauenleben.
Also ein Buch für Frauen von Frauen? Solchen Dingen stehe ich immer
ein wenig zwiespältig gegenüber.  Frauenliteratur? Was soll das sein?
Für mich gibt es nur zwei Kategorien – gute oder schlecht geschriebene Bücher, alle andere Einordnung, so ist mein Gefühl, dient nur dem besseren Verkauf an die jeweilige „Zielgruppe“.

Also dieses hier –” Klar bin ich eine Ost-Frau” – gehört für mich zu den gut geschriebenen!
Beim Titel habe ich schon genickt, wahrscheinlich erstmal deswegen, weil ich ja auch eine Ostfrau bin. Und wäre ich keine, eine wie die hier Vorgestellten wäre ich gern. Mindestens zwei möchte ich gern kennenlernen – welche, das wird natürlich hier nicht verraten. Vielleicht gelingt mir das ja.
So unterschiedlich die vorgestellten und beschriebenen Lebenswege und
-entwürfe auch sind, alle eint die selbstbewusste Sicht auf das gelebte Leben und die Neugier auf das noch Kommende. Nachdem ich es in einem Ruck ausgelesen hatte, dachte ich, hey, da passt meine Geschichte gut dazwischen. Ähnlichkeiten in den Ansichten habe ich entdeckt, über manches selbst schon Vergessene gelacht. Dieses Buch macht Mut, den eigenen nicht immer einfachen Weg mit hocherhobenem Kopf weiterzugehen.

Ich bin stolz auf Euch, Mädels! Danke. Das habe ich gebraucht.

Auszug aus den Nachbemerkungen:

“Ich hatte den ganzen Sonnabend auf dem Berliner Alexanderplatz verbracht, hochschwanger, so sagt man das wohl. Es war Solidaritätsbasar der Journalisten, ich hatte an unserem Stand verkauft, bin rumgelaufen, hab’ Pressevertreter verarztet. Dann habe ich mich mit dickem Bauch auch noch auf die Bühne gestellt und Grußworte verlesen. Nach diesem Wochenende hörte ich über mich: „Typisch Ost-Frau, bis zur letzten Minute dabei, Klasse“ Und ich hörte auch „Typisch West-Frau, für die Karriere tut sie alles“ Wie denn nun? Ich fand das ziemlich komisch.”

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