13. April 2010
Als in den 90er Jahren das denkmalgeschützte “Ahornblatt” in der Gertraudenstraße in Berlin abgerissen wurde, um ein paar tausend Quadratmetern Verkaufsfläche – ganz dringend benötigt! – Platz zu machen, habe ich das noch für eine vereinzelte Fehlentscheidung der Behörde gehalten. – Da sitzen ja auch Menschen, die Fehler machen können.
Als beschlossen wurde, den Palast der Republik abzureißen, war ziemlich klar, Entscheidungsgrund war nicht die angebliche Verseuchung mit asbesthaltigem Beton. Würde sonst das hässliche ICC noch stehen? Weiterlesen »
Tags: Denkmalschutz, dingliche Artefakte, Ideologie, Kunst am Bau, Mauer in den Köpfen
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31. März 2010
Die Zeiten scheinen vorbei, als Ostdeutsche kurz nach der Wiedervereinigung alle Segnungen westdeutscher Konsumwelt ausprobieren wollten – verständlich, Neugier ist eine sehr menschliche Eigenschaft, teilweise gezwungenermaßen, da kaum noch ostdeutsche Produkte im Handel gelistet waren – und damit der ostdeutschen Wirtschaft den Gnadenstoß versetzten.
Heute hat man ihn wiederentdeckt, den lange vermissten Geschmack des Ostens. Einige ostdeutsche Produkte haben überlebt und in den östlichen Bundesländern wieder Konjunktur – die großen Marken mittlerweile auch mehr und mehr im Westen Deutschlands.
Setzt sich hier Qualität durch? Oder ist es das Bedürfnis nach etwas Eigenem, nach einer ostdeutschen Identität? Weiterlesen »
Tags: Badusan, Identität, Marktwirtschaft, Ostpro, RBB, Rotstern, Wikana
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19. März 2010
Lachnummer oder lebt die FIFA auf dem Mond?
Deutsche Journalisten, die sich über die FIFA online für die WM 2010 in Südafrika akkreditieren wollen, haben die Qual der Wahl zwischen: Deutschland, DDR und Saarland.
Zitat: “Das ist erst die Spitze des Eisberges. Trotz eines folgenschweren Bürgerkrieges besteht für die FIFA das Land Jugoslawien weiterhin. Ebenso die Tschechoslowakei. Simbabwe heißt immer noch Rhodesien. Isreal und Jordanien sind bei der FIFA immer noch als britisches Mandatsgebiet aufgeführt. Dass auch die Sowjetunion noch existiert kann man mit Blick auf den DDR-Bock wohlwollend als konsequent bezeichnen.” Quelle: Yahoo Sport
Der Befund von “Geschichtsneutralität” zieht sich durch. Der FIFA-Präsident Sepp Blatter kommt aus dem Schweizer Wallis. Da wundert man sich besser nicht. Vor zwei Jahren titelte die Welt-Online: Schweiz heißt DDR-Bürger bei EM willkommen – 15. Februar 2008. Es bliebe noch zu fragen, ob die Tickets auch mit Mark der DDR zu bezahlen waren.
Tags: FIFA, Fußball-WM 2010
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