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„Ich will die DDR nicht wiederhaben. Aber... man will sie sich auch nicht nehmen lassen. Mich stört vor allem, dass uns ständig erklärt wird, wie wir gelebt wurden.“Uwe Steimle – Schauspieler und Kabarettist, Dresden – im Interview mit Lothar Ehrlich


„Es ist nicht so, dass es keine Forschungen über die DDR gäbe. Doch der Geschichtsforschung ist es bisher nicht gelungen, wirklich gesamtdeutsche Darstellungen zu schreiben. Im besten Falle werden DDR und BRD so zusammengefügt, dass sie zwar durch einen Buchdeckel vereinigt sind, aber beziehungslos nebeneinander stehen. Die gesamtdeutsche Kultur-, Mentalitäts- und Alltagsgeschichte ist ein Stoff, der sich beharrlich seiner Bewältigung entzieht.“Stefan Wolle, 1989 Mitbegründer des Unabhängigen Historikerverbandes der DDR 

 

„Wer behauptet, es gebe kein richtiges Leben im falschen, hat keine Diktatur erlebt.“ Richard Schröder, Theologe, gehörte 1990 zur frei gewählten Volkskammer der DDR und arbeitete mit am Verfassungsentwurf des Runden Tisches. DIE ZEIT, 29.06.2006

 

"In diesem System ist doch gelebt worden - bunt und grau, leidenschaftlich und ängstlich." Wolfgang Thierse, SPD

 

„Die Debatte um die Verklärung der DDR wird nur so seriös sein, wie wir bereit sind, komplexe Sachverhalte zu debattieren.“ Evelyn Finger, ZEIT online, 34/2007 

 

"Volle Zustimmung zur Forderung von Herrn Thierse, genauer und differenzierter über die DDR zu urteilen. Ich fürchte jedoch, das wird über geraume Zeit ein frommer Wunsch bleiben. Zu verlockend erscheint die Vorstellung, im Superwahljahr und in Zeiten einer verheerenden Wirtschafts- und Finanzkrise mit einem Feindbild "DDR" politisch zu punkten, zumal die Verwendung von Klischees keinen nennenswerten geistigen Aufwand einfordert. Über Jahrzehnte erprobte Textbausteine liegen abrufbereit." Bernd Kopielski, (Leserbrief per Email an die Berliner Zeitung, 15.04.09)

 

„Nun ist die Verklärung der zweiten deutschen Diktatur nicht nur ein Werk verbrämter Pseudohistoriker mit Stasi-Vergangenheit. Der Zeitgeist produziert – jenseits aller Debatten über Schießbefehl und die Stasi-Unterlagenbehörde – eine halbe Generation nach dem Untergang der DDR auch aus biografischem Reflex eine schöne Scheinwelt, in die das eigene Handeln besser passt als in den tristen Herrschafts- und Unterdrückungsalltag.“Michael Lühmann, ZEIT online, 34/2007

 

"Geschichtsaufarbeitung der DDR ist ein Puzzle - aus über 16 Millionen Einzelteilen."   Peter Wobbermin, Berlin (aus einem Leserbrief an die Berliner Zeitung, 07.03.09)

 

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